Stellungnahme

Stellungnahme

Mettmann, 11.10.2011 / 20.03.2012

In dem WDR-Beitrag „die eismann-Story“ vom 10. Oktober 2011 und in der Wiederholung vom 19.03.2012 wird der Eindruck erweckt, der Geschäftserfolg der Firma eismann beruhe auf einer hohen Fluktuation und damit einhergehenden wirtschaftlichen Ausbeutung der Handelsvertreter.

Dieser Vorwurf ist so absurd wie unhaltbar. Ein solches Geschäftsmodell wäre zutiefst unmoralisch und mit den gelebten ethischen Grundüberzeugungen der Firma eismann unvereinbar.

Darüber hinaus wäre ein solches Geschäftsmodell aber auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten völlig realitätsfremd. Mit jedem Eismann, der das Unternehmen vorzeitig verlässt, verbindet sich für das Unternehmen auch ein wirtschaftlicher Verlust. Intensiven Einarbeitungs- und Schulungskosten folgen mit jedem Austritt Kundenverluste von bis zu 25 – 30 Prozent. Das Unternehmen hat ein vitales Interesse, neue Eismänner über viele Jahre an das Unternehmen zu binden und zu langfristigem wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen. Die fast 40-jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens und seine heute wesentliche Marktposition wären ohne das Engagement und die langfristige Loyalität vieler Eismänner nicht denkbar.

Auf der Website www.die-eismann-story.de setzen wir uns detailliert mit den zahlreichen
Irrtümern und Falschaussagen auseinander. Darunter folgende:

Fluktuation

Die Darstellung einer Fluktuationsquote von nahezu 100 Prozent entbehrt jeglicher Grundlage. Die Fluktuation liegt, auf den Gesamtbestand der Handelsvertreter betrachtet, bei etwa 25 Prozent. Bei den neuen Handelsvertretern ist diese Quote natürlich – wie immer zu Beginn einer solchen Aufgabe – leicht erhöht.

Einstandskosten

In dem Beitrag wird der Eindruck erzeugt, der neue Handelsvertreter müsse zur Übernahme von Vertretungsrechten für einen aktiven Kundenstamm mit einer Zahlung von 20.000 Euro einsteigen. Diese Darstellung ist falsch. Richtig ist, dass der neue Eismann für seinen Kundenstamm 40 Monatsraten zu je 250 Euro aufbringt. Die Höhe der monatlichen Raten ist bewusst so gewählt, dass der Eismann sie im Rahmen einer langfristigen Geschäftsbeziehung problemlos aus seinen Provisionen zahlen kann.

LKW

In dem Beitrag wird die Behauptung aufgestellt, dass dem Handelsvertreter nach Rückgabe der Fahrzeuge erhöhte bzw. unangemessene Reparaturkosten in Rechnung gestellt werden. Richtig ist: Am Ende einer Fahrzeugüberlassung wird – wie bei jeder anderen Fahrzeugmiete auch – gemeinsam ein Rückgabeprotokoll erstellt. Die darin festgestellten Mängel sind vom Eismann grundsätzlich zu beheben. Ausgenommen sind jedoch Bagatellschäden, also Gebrauchsspuren, Kratzer etc., bis zu einem Wert von 500€.  Darüber hinaus sind alle von eismann überlassenen Fahrzeuge vollkaskoversichert, die Selbstbeteiligung des Eismanns liegt bei 511 Euro pro Schadensfall.

Versicherungsagentur

Die zentrale Rolle des Herrn Bialke als „Kronzeugen“ für das vermeintliche Geschäftsmodell der Firma eismann wirft ein schlechtes Licht auf die Qualität der redaktionellen Recherche und der Auskunftsquellen.
Tatsächlich war Herr Bialke nie Vertragsspartner der Firma eismann. Vielmehr bestand seit Oktober 2006 eine Zusammenarbeit mit der Keller-Gruppe. Diese Zusammenarbeit endete, nachdem wiederholt fragwürdige Geschäftspraktiken der Keller-Gruppe die Interessen der Handelsvertreter bedrohten. Ab Sommer 2007 kam die Keller-Gruppe ihren Zahlungsverpflichtungen aus den Garantievereinbarungen mit den eismann-Handelsvertretern nicht mehr nach. Beiträge wurden jedoch weiterhin kassiert. eismann musste schließlich die entstandenen Verbindlichkeiten übernehmen. Herr Bajic-Keller unterzeichnete in diesem Zusammenhang ein notarielles Schuldeingeständnis in Höhe von 467.000 Euro.
Herr Bialke ist somit kaum in der Position, Wertungen über die Firma eismann vorzunehmen, wie er sie im WDR-Beitrag getätigt hat. Zudem muss die Glaubwürdigkeit der Herren Bialke und Bajic-Keller in Frage gestellt werden, die mit der fortgesetzten gezielten Abwerbung von Eismännern für Konkurrenzunternehmen individuelle Interessen verfolgen. Im Ergebnis ist es genau zu der Instrumentalisierung gekommen, vor der wir im Vorfeld des Beitrags gewarnt haben.

Warum haben wir die erneute Interviewanfrage abgelehnt?

Herr Rosenthal, der Autor der „eismann-Story“ bat uns im Februar 2012 um ein erneutes Interview. Uns liegen Informationen vor, die uns zu dem Entschluss gebracht haben, jeglichen Interviewanfragen eine Absage zu erteilen. Die Gründe finden Sie hier in dem Schreiben von eismann Geschäftsführer Dr. Frank Hoefer an den WDR. Mehr…

Wir bedauern, dass der WDR einen derart schlecht recherchierten Beitrag veröffentlicht und damit gegen die eigenen bewährten Qualitätsmaßstäbe verstößt. Der entstandene Beitrag hat leider wenig mit der Arbeits- und Lebenswirklichkeit der 1400 Eismänner zu tun. Diese sehen sich nun in ihrem täglichen Einsatz diskreditiert und unfair behandelt. Mehr…