Interviewabsage an den WDR

Interviewabsage

An den

Westdeutschen Rundfunk
Redaktion die story
Matthias Werth
Fernsehen / PG Inland
Appellhofplatz 1
50600 Köln

Mettmann, 05.03.2012

Ihre Anfrage zur Sendung „Die eismann-Story“

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den Erfahrungen und den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen im Zusammenhang mit der Entstehung der „eismann-Story“ habe ich das Vertrauen in die unabhängige Berichterstattung des Herrn Rosenthal, der Produktionsfirma META und des WDR vollends verloren. Aus diesem Grund stehen wir Ihnen für weitere offizielle Interviewtermine nicht zur Verfügung.

Folgende Gründe bewegen mich dazu:

Es liegen mir Informationen vor, nach denen Herr Rosenthal nach der Erstausstrahlung der Sendung im Zusammenhang mit unseren Reaktionen sinngemäß gesagt habe, er wolle die Firma eismann jetzt „platt machen“. Diese Aussage disqualifiziert Herrn Rosenthal aus meiner Sicht als professionell arbeitenden, unabhängigen Journalisten.

Herr Bajic-Keller, ehemaliger Geschäftsführer von der im Beitrag vorkommenden Versicherungsagentur, für die auch Herr Bialke tätig war, hat vor einigen Wochen bei einem Mitarbeiter unseres neuen Investors Gilde in der Schweiz angerufen und eine hohe Geldsumme verlangt. Wenn er das Geld nicht bekäme, würde er dafür sorgen, dass ein weiterer Negativbericht über eismann in die Medien komme. Auf diese Erpressung sind wir selbstverständlich nicht eingegangen.

Mir liegt eine eidesstattliche Versicherung vor, nach der im Zusammenhang mit der Entstehung des Medienbeitrages mindestens 50.000 Euro geboten worden sind, um Aussagen gegen die Firma eismann vor der Kamera zu machen. Unsere Quelle hat das Geld damals nicht bekommen, spielte in der Sendung aber auch keine Rolle. Hier liegt der Verdacht nahe, dass andere Personen von diesem Angebot profitiert haben. Es kommen hier unserer Meinung nach die in dem Bericht vorkommenden Personen oder die Macher der Sendung infrage. Das Angebot stammt aus dem Kreis des Mitbewerbers TTS, gegen den wir zurzeit ein Verfahren wegen unerlaubter Abwerbung führen.

Sie können gerne Ihre Berichterstattung fortsetzen, sollten sich aber immer die Frage stellen, ob die Ihnen vorgelegten Erkenntnisse und Aussagen immer auf der Grundlage eines unabhängigen Journalismus entstanden sind oder doch eher durch bestimmte Interessen beeinflusst und gesteuert wurden.

Die Firma eismann hat als Arbeitgeber und Partner für viele Tausend Menschen eine hohe Verantwortung. Eine solche Berichterstattung, die zum Schaden der gesamten Unternehmung angelegt ist und aus meiner Sicht mit unlauteren Methoden recherchiert und hergestellt wurde, kann durch uns nicht toleriert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Frank Hoefer
CEO

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GEGENDARSTELLUNG

Wir sind nach dem Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet, die Gegendarstellung ohne Rücksicht auf ihre inhaltliche Richtigkeit zu veröffentlichen:

Interviewabsage WDR 2012

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